In den vergangenen 12 Tagen war ich immer mal wieder im Hier und Jetzt, hauptsächlich aber auf Korfu. An sechsen dieser 12 Tage musste ich nichts anders tun, als von allein aufzuwachen, zum Frühstück zu gehen, mich für oder gegen eine der angebotenen Klassen zu entscheiden, Mittag zu essen, mich für oder gegen eine der angebotenen Klassen zu entscheiden, mich anschließend noch mal für oder gegen zu entscheiden, Abend zu essen, mich für oder gegen die angebotene Klasse zu entscheiden und schließlich schlafen zu gehen. Ich habe auf abenteuerliche Weisen geatmet, meinen mittelalten Körper bewegt, gedehnt und gestärkt. Auf meinen tief verwurzelten Füßen, Händen und Ellenbogen gestanden. Im Paradiesvogel, der Krähe oder dem Tänzer verharrt. Rotz und Wasser geheult und vor Lachen laut Scheiße geschrien. Zusammen mit 30 mir eigentlich Fremden am Strand brüllend laut Azzurro gesungen und mich so in Entrückung getanzt, dass ich, hätte jemand entsprechende Vorkehrungen getroffen, doch glatt über glühende Kohlen gelaufen wäre. Schalalalala. Mein Gehirn habe ich auf Theta Wellen reiten lassen, meine Faszien unter Wohlweh entklebt und, kack die Wand an, morgens um 7 vor der Kulisse eines magischen Sonnenaufgangs stramm detoxiert. Um mich herum ausschließlich wohlmeinende, inspirierende Lehrer und offene, fröhliche Schüler. Am Ende hatte ich die Gewissheit, dass diese Erde mich trägt, einen neuen Glaubenssatz und Licht und Liebe im Herzen.  Auf meine Bitte, mich to the Airport zu bringen, hat der kluge Fahrer die einzig sinnvolle Frage gestellt: Why? Tja, warum nur verlasse ich diese Blase der Glückseligkeit wieder? In Hamburg gelandet regnet es in Strömen,  Donald und Kim streiten immer noch, wer den Längeren hat, und die AfD geht mir wieso auf den Sack. Aber als ich meinen Kühlschrank öffne, ist er wie von Zauberhand gefüllt. Eine liebe Seele hat für mich gesorgt. Darum verlasse ich meine Blase und kehre heim, im Gepäck Gelassenheit für alle!