Seitdem ich mit meiner kleinen Kolumne angefangen habe, erfreue ich mich eines besonders treuen Lesers. Mit seinen differenzierten, reflektierten Kommentaren ist er mir eine große Inspiration. Und natürlich sorgt er mit seiner treuen Leserschaft dafür, dass meine Reichweite kontinuierlich steigt. Das ist wirklich unheimlich nett! Dass er nicht so viel Ahnung von Hunderassen hat und daher das auf dem Foto vom 03. August abgebildete Exemplar nicht gleich als einen der sehr, sehr seltenen Terriedudel erkennen konnte, ist nicht schlimm. Diese kleine Wissenslücke macht er locker wett mit seiner herzlichen Eloquenz und 100 %igen Sicherheit im Bereich Grammatik und Zeichensetzung. Toleranz, Gelassenheit und sein großer Respekt vor anderen lassen sich nicht nur zwischen seinen sowohl engagierten, als auch äußerst humorvollen Zeilen lesen. Ich möchte Wetten, dass er zudem mit einem äußerst attraktiven Äußeren gesegnet ist. Ein Zeichen für seine sicherlich große Bescheidenheit, dass er eher anonym bleiben möchte, und wir darum auf sein Foto verzichten müssen. Sollte ihn nun wider Erwarten jemand in seinen ausschließlich philanthropischen Äußerungen missverstehen, sich eventuell gekränkt, provoziert oder sogar verletzt fühlen, dann kann ich euch versichern: Er will doch nur dazugehören. Es scheint, als wünsche er sich Anschluss, wenigstens an die putzige Gruppe der Trolle, die ein erfrischendes Vergnügen daraus ziehen, andere aus der scheinbaren Sicherheit des Netzes heraus ohne jedes Risiko zu insultieren. Dafür brauchen sie keine persönliche Beziehung zu ihrem, Gott sei Dank ja nur virtuellen, Gegenüber. Im Gegenteil, diese scheuen sie grundsätzlich eher, ahnend, dass ihnen der dafür notwendige Schneid und auch das entsprechende Handwerkszeug fehlen. Der Troll an sich ist ein eher einsames Wesen, gequält von der übergroßen Sehnsucht nach Aufmerksamkeit, die ihm allzu oft versagt bleibt. Selbst seine Brüder im Geiste haben ihn schon wieder nicht zum Troll des Monats gewählt. Autsch, das tut weh. Also schicken wir ihm Licht und Liebe und vertrauen auf seinen persönlichen Prozess und den stetig wachsenden Leidensdruck, der ihn irgendwann in die Hände eines dieser total verkorksten Psychos treiben wird.