Heute war ich mit meiner Mutter in einem Möbelhaus unterwegs, dass seinen Kunden bei Bedarf einen Rollstuhl zur Verfügung stellt und der mehrfach Operierten so eine Shoppingtour im Sitzen ermöglichte. Unentgeltlich. Vorbildlich! Bemerkenswerter Weise scheint so ein Rollstuhl zwar nicht direkt unsichtbar zu machen, seinen Nutzer aber wenigstens in die Nähe der Geschäftsunfähigkeit zu rücken. Durchaus freundlich fragte die verkaufsberatende Dame mich, den wahrscheinlich offiziell bestellten Vormund, ob sie, das entmündigte Mündel, wohl hier und dort unterschreiben könne? Man sprach nicht mit, sondern über. Ich übersetzte im Anschluss von zu leise in altersgerecht laut das soeben Gesagte, was mich auch noch zu einem polyglotten Vormund machte. Was genau braucht es, um zwar anwesend, aber eigentlich nicht da zu sein? Alter ist schon mal eine super Möglichkeit. Auf irgendwie körperlich behindert kann man fast felsenfest bauen. Wahrscheinlich brauche ich nur fröhlich einen Blindenstock vor mir her zu schwenken, und schon fragt mich kein Mensch mehr nach der Uhrzeit. Spitzenergebnisse erreicht man jedoch mit einer Einschränkung im IQ-Bereich. Aber Leute, hey, ich bitte euch: Wenn das nächste Mal ein Downie euren Weg kreuzt und fragt, wie der Tag war, dann guckt ihm in die Augen und gebt ihm eine vollständige Antwort mit Subjekt, Prädikat und Objekt.  Vielleicht werdet ihr mit einer von Herzen kommenden Umarmung belohnt. Und wenn ihr euch dafür bedankt, dann siezt euer Gegenüber, sollte es sich im geschäftsfähigen Alter befinden, bitte auf jeden Fall.